stabiles Board - niedriger Preis
Verarbeitung/Stabilität:
Fahreigenschaften:

Preis-Leistungs-Verhältnis:

Design:

gesamt:

Nach den ersten Fahrten schreibe ich mal einen ersten repräsentativen Testbericht über das N:XT black chili:
Natürlich kann ich nur meine eigenen Erfahrungen hier niederschreiben und auch ohne Vergleichsmöglichkeit zu anderen Boards, da das black chili mein erstes Board ist.
Kurz zu mir: Ich wiege 85kg bei einer Größe von ca. 180cm
Das Deck hat nicht so einen ausgeprägten Flex-Bogen wie z.B. das MBS core 95, liegt dafür aber schon recht hoch. Bei hohen Geschwindigkeiten sollte man dann doch schon gut die Nähe des Boardes in geduckter Haltung suchen, gerade auch, weil die etwas größeren Reifen schnell an Fahrt aufnehmen und eine hohe Geschwindigkeit erreicht werden kann. Das musste ich bereits am eigenen Leib erfahren. Die einstellbaren Lenkschrauben hatte ich zu fest angezogen, so dass man nur mit harter Arbeit Kurven hinbekam. Dies hatte ich aber gemacht, um ein Gefühl für das Board zu bekommen, ohne direkt darauf wild mit den Armen wedelnd das Gleichgewicht zu suchen. Auf einer Wiese in Willingen konnte ich dann keine Kurven mehr nehmen, um die Geschwindigkeit zu minimieren und bin schnurstracks die Piste runter (bin 1000 Tode gestorben), aber trotz wobbelns habe ich mich samt Board noch sicher ins Auslaufen am Ende der Wiese gebracht. Die Bindungen sind mit den üblichen Ratschen ausgestattet und bieten sicheren Halt bei gleichzeitig schneller Ausstiegsmöglichkeit. Das Board besitzt gegenüber des "white russians" channel trucks mit Federung. Ich stand auf beiden drauf und für mich geben die Channeltrucks ein sicheres und stabileres Gefühl. Bei dem white russian "fühlte" es sich an, als halten die nicht einen Sprung aus. Bei dem black chili sind trotz des doch beachtlichen Gewichtes ollies wirklich einfach hinzubekommen inkl. stabiler Landung und auch 90° ollies aus dem Stand sind überhaupt kein Problem. Die Lenkschrauben stauchen beim anziehen die Federn, so dass diese natürlich härter werden und das Lenkverhalten extrem beeinflussen. Ich habe es für mich nun perfekt eingestellt und es macht richtig Spaß die Wiesen zu carven. Das black chili war für mich der perfekte Einstieg in das Mountainboarden, denn es macht mir einen riesen spaß, obwohl ich nie skateboard fahren konnte. Ich hab mich auch bereits 2mal damit lang gemacht, einmal bei geringer Geschwindigkeit auf der 4cross strecke in willingen und bei einer hohen Geschwindigkeit in den Letmathern Wäldern. Das Board ist dabei heile geblieben und kann einiges wegstecken, es hat sich noch keine Schraube gelöst und es wurden keine anderen Teile durch die Stürze in Mitleidenschaft gezogen. Bisher wurde nur ich in Mitleidenschaft gezogen, deshalb werden Schoner meine nächste Anschaffung sein, denn ich hab mir dabei 2mal die Gleiche Wunde am Knie aufgeschlagen, so dass mir das Blut nur so das Bein runterlief.
Ich hoffe dieser Bericht konnte euch ein wenig helfen, für mich kann ich meine Entscheidung für das black chili nur bekräftigen und komme zu folgendem Fazit:
Ein stabiles Board für einen vergleichbar geringen Preis (ich habe es in Essen für 255,-€ neu und unbenutzt bekommen) mit einem guten Fahrkomfort. Es repräsentiert den Begriff All-Terrain-Board wirklich klasse! Und es sieht dazu noch sehr geil aus!