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Mountainboarding-Glossar


Achse

Die Achse ist eines der wichtigsten Bestandteile des Mountainboards. Die meisten Achsen bestehen aus Aluminium oder Stahl. An ihr sind die Felgen befestigt, wie beim Auto.
Eine gut ausbalancierte Federung, ein ruhiges Fahrverhalten und eine gute Lenkung machen ein qualitativ hochwertiges Mountainboard aus.

Man unterscheidet zwischen Skateachsen und Channeltruck-Achsen.

Die Skateachsen sind herkömmliche Achsen eines Skateboards. Sie ist die meistgenutze Achse. Sie ist sehr robust und leichter als Channeltrucks, da sie nicht aus Stahl, sondern aus Aluminium ist. Sie wird meistens beim Kite-Landboarding und Downhill benutzt.

Die Channeltrucks-Achsen haben im Gegensatz zu den Skateachsen Stoßdämpfer und Federn. Man kann die Härte der Stoßdämpfer individuell einstellen. Diese Achse ist beim Kite-Landboarding sehr beliebt, da sie hohe Sprünge gut abfängt und so die Belastung auf den Kiter mindert.

Bindung

Die Bindung ist eines der Herzstücke des Mountainboards. Sie unterscheidet das Mountainboard unter anderem vom Skateboard.

Es gibt verschiedene Typen von Bindungen:

Bei der Snowboardbindung steht der Boarder fest auf dem Mountainboard. Solch eine Bindung ist nur für sehr gute Fahrer zu empfehlen, da man nicht einfach so abspringen kann.

Die häufiger genutzte Bindung ist eigentlich nur eher eine Art Schlaufe. Man schiebt seinen Fuß rein und kann jederzeit abspringen, hat aber dennoch während der Fahrt einen guten Halt. Sie lässt sich, meist mit Klettverschluss, größenmäßig an den Fuß anpassen.

Erst durch die Bindung wurde das Mountainboard zu dem, was es jetzt ist. Ohne könnte man nicht so spektakuläre Sprünge machen und an Downhill auf unebenem Boden wäre kaum zu denken.

Bremse

Beim Mountainboarding kann man seine Geschwindigkeit genauso wie beim Biken mithilfe einer Handbremse, auch (V-)Brake-System genannt, regulieren.
Der Bremsgriff wird dabei stets in der Hand gehalten. Dies halten jedoch einige Boarder für ungeschickt, da die begrenzte Länge des Bremszuges die Bewegungsfreiheit nicht unerheblich einschränkt. Große Rider müssen teilweise sogar immer ihre Hand nach hinten strecken, was beim Fahren große Behinderungen hervorrufen kann.

Brake-Systeme werden meist im Freeride und beim Downhill zum Einsatz gebracht um bequem die eigene Geschwindigkeit, gerade in Kurven, mäßigen zu können. Bei Boardercross-Wettkämpfen sind Bremsen jedoch recht selten zu beobachten.

Meist können Bremsen als Ergänzung, nicht aber als Ersatz für den Powerslide, also eine abrupte 90°-Drehung entgegen der Fahrtrichtung, gesehen werden.

Bei Bremsem gibt es bauartbedingte Unterschiede, so existieren beispielsweise Systeme, die direkt mit der Achse verbaut sind, aber auch Systeme welche als einfache Bremsaufsätze an der Achse befestigt werden können, sodass diese bei der Montage nicht vom Brett entfernt werden müssen.

Bremsen sind bei fast allen gängigen Mountainboard-Händlern für viele verschiedene Modelle erhältlich.

Egg Shocks

Als Egg Shocks werden die meist "eiförmigen" Dämpfer der Channelachsen bezeichnet. Es gibt verschiedene Ausführungen je nach Hersteller und hinsichtlich der Form und Länge. Die Egg Shocks werden in unterschiedlichen Härtegraden produziert, die meistens farblich unterschiedlich gestaltet werden.

Es gibt in der Regel 3 verschiedene Härtegrade:
- weich
- medium
- hart

Je nach Achsenmodell liegen die Eggshocks locker im Dämpfer (MBS Matrix) oder werden auch schon auf Vorspannung gebracht (Trampa Vertigoachse/Infinityachse.

(leinad vom Team Foilfest)

Felge

Ähnlich wie beispielsweise beim Fahrrad bilden die Felgen den zentralen Teil des Rads am Mountainboard. Um die Felge wird ein Schlauch und darüber der Radmantel gespannt.

Im Inneren der Felge liegt ein Kugellager, das für die notwendige Laufruhe des Mountainboards sorgen soll.

In der Regel werden im Mountainboard-Sport hauptsächlich 8"- und 9"-Felgen verbaut. Für weichen, unebenen Untergrund eignen sich - gerade beim Kite-Landboarding - eher 9"-Reifen, während bei Asphaltfahrten idealerweise 8"-Reifen zum Einsatz kommen.

An der Achse montiert werden die Felgen meist mittels einer Schraube oder einer Steckverbindung.

Grind

Bei einem Grind slidet der Fahrer mit seinem Mountainboard über Stangen oder Boxen. Man unterscheidet zwischen einem Boardslide, bei welchem man mit der Boardunterseite über das Hindernis rutscht, und dem Grind über die Achsen.

Die Schwierigkeit des Grinds besteht darin, während der Rutschphase das Gleichgewicht nicht zu verlieren.

Die Halse stellt eine Möglichkeit des Richtungswechsels beim Mountainboarding dar. Der Boarder fährt dabei ein kurzes Stück bergauf, verringert dadurch seine Geschwindigkeit und verlagert das Gewicht im richtigen Moment auf das zuvor hintere Bein.

Dies ermöglicht einem Regularfahrer (linker Fuß vorne) den Wechsel in die Goofy-Stellung (rechter Fuß vorne) und umgekehrt.

Kite

Der Kite (dt.: Drachen) wird beim Mountainboarding als Antriebsmittel verwendet. Mithilfe des Halbwindkurses, bei dem der Fahrer im 90°-Winkel zum Wind fährt können mit dessen Hilfe selbst in der Ebene vergleichsweise hohe Geschwindigkeiten erreicht werden. Der Auftrieb des Kites ("Lift") macht außerdem hohe, actionreiche Sprünge möglich. Aus diesem Grunde erfreut sich das sogenannte Kite-Landboarding gerade im windigen und flachen Norden Deutschlands wachsender Beliebtheit.

Mit aufblasbaren Tubekites, Softkites und anderen Arten existieren zahlreiche Varianten der Bauweise.
Auch die Lenkungssysteme variieren. Häufig werden Handles verwendet, die das Lenken und Bremsen des Drachen mit zwei Händen ermöglichen. Eine Bar, also eine horizontale Querstange zwischen den Powerleinen, hat sich in der Praxis jedoch als geeigneter herausgestellt, da diese auch einhändig bedient werden kann.

Mountainboard

Das Mountainboard ist ein Funsportgerät aus den USA. Eine Hand voll ehrgeiziger Snowboarder entwickelten es Anfang der 90er mit dem Ziel, eine Alternative für den Sommer zu finden. Das gelang ihnen mit dem Mountainboard bzw. All Terrain Board sehr gut.

Ein entscheidendes Bauteil sind die großen, luftgefüllten Räder. Diese ermöglichen es, auch auf unebenem Untergrund zu fahren. Das ist der entscheidene Unterschied zum Skateboard.

Es gibt 3 verschiedene Fahrstile:

Beim Kite-Landboarding lässt sich der Fahrer von einem Kite (Drachen) ziehen.

Beim Downhill fährt man Snowboard-like Berge und Hänge runter und kann dabei coole Sprünge über Kicker und Bodenwellen machen. Downhill war die Grundidee des Mountainboards.

Beim Freestyle dreht sich alles um coole Sprünge und Moves über Kicker und Half-Pipes.


Übersicht:


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